Campingurlaub: Wild, frei und günstig – Camping in Schweden

Wer Camping mag, wird Schweden lieben

Wer mit Auto und Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil durch Schweden reisen möchte, hat sich auf jeden Fall das richtige Land ausgesucht. Schweden gilt als Eldorado für Camper. Das Land bietet nicht nur beeindruckende Natur sowie Abgeschiedenheit, sondern auch ein breites Angebot an Campingplätzen – und das zu fairen Preisen.

Ein Eldorado für Camper

Schweden ist Camping-Land. Das liegt sowohl an der schönen Natur, die Erholung garantiert, als auch an den hohen Standards der unzähligen Campingplätze. Mit rund 1.000 Campingplätzen und um die 75.000 Stellplätze ist das Camping-Angebot in Schweden überragend. Zudem ist der Standard sehr hoch. Etwa 75 Prozent der schwedischen Campingplätze sind mit mindestens drei Sternen klassifiziert. Dort stehen dem Urlauber neue Toiletten- und Waschräume, längere Öffnungszeiten, neue Stellplätze für Wohnmobile, Minigolfanlagen und Spielplätze, Schwimm- und Planschbecken, Fußball- und Volleyballfelder oder sogar Tenniskurse und Konzert-Angebote zur Verfügung. Viele Campingplätze haben zudem ganzjährig geöffnet.

Ein weiterer Grund, warum sich Campen in Schweden lohnt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Laut dem ADAC Campingführer im April 2017 ist Schweden nach Deutschland das günstigste Camping-Reiseland in Europa. Durchschnittlich zahlt eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind für eine Übernachtung auf einem schwedischen Campingplatz 30,75 Euro. Im Preis enthalten sind der Auto- und Wohnmobilstellplatz sowie alle Nebenkosten. In Deutschland liegt der durchschnittliche Preis pro Nacht für eine Familie bei 28,54 Euro.

Der Schlüssel zum Camping-Vergnügen

Wer Urlaub auf einem schwedischen Camping-Platz machen möchte, braucht den "Camping Key Europe". Dieser „Schlüssel“ ist auf www.camping.se für 150 SEK (rund 14,75 Euro) online erhältlich und en Jahr lang gültig.

Mit der Campingkarte kann man schnell und einfach einchecken. Zudem werden zahlreiche Angebote und Rabatte vor und während des Camping-Aufenthaltes geboten. Auch eine erweiterte Risiko- und Unfallversicherung ist enthalten. Den Camping Key Europe bekommt man auf sein Smartphone. Der Schlüssel ist also nur digital erhältlich.

Wetterfeste Camping-Hütten

Wer zwar Urlaub auf dem Camping-Platz machen möchte, aber weder Zelt noch Wohnwagen dabei hat, kann eine der zahlreichen Camping-Hütten mieten. Mittlerweile gibt es rund 15.000 dieser Hütten auf den schwedischen Camping-Plätzen verteilt. Vor allem im Norden Schwedens sind die wetterfesten Campinghütten weit verbreitet.

Die richtige Region finden – die Qual der Wahl

Wer sich für einen Camping-Urlaub entschieden hat, muss als nächstes eine Region wählen. Dabei hat man in Schweden die Qual der Wahl. Denn es gibt nicht die eine Camping-Region. Im Grunde genommen ist ganz Schweden geeignet, um seine Zelte aufzuschlagen. Und jede Region bietet dabei ihre ganz besonderen faszinierenden Eigenheiten.

Eine erste Orientierung bietet der schwedische Camping-Verband SCR, der alljährlich ein Ranking mit den schönsten Campingplätzen veröffentlicht.

An der Westküste

Die schwedische Westküste bietet nicht nur eine frische Meeresbrise, sondern auch Großstadtflair in Göteburg, die traditionsreichen Ebenen Västergötlands, die beeindruckenden Granitfelsen und Fischersiedlungen der Bohusküste sowie Europas südlichste Wildnis Dalsland. Zahlreiche Camping-Plötze reihen sich an der Westküste wie auf einer Perlenkette aneinander. Zu den schönsten zählen laut SCR das Daftö Camping Resort in Strömstad, das Hafsten Resort und Camping in Bohuslän sowie  der Campingplatz Apelviken in Varberg.

Die Inseln Gotland und Öland

Gotland ist eine Insel vor der östlichen Ostseeküste Schwedens. Das Eiland beeindruckt mit einer exotischen Natur, der mittelalterlichen Stadt Visby sowie mit vielen Veranstaltungen und Festivals. Wer auf Gotland campen möchte, sollte bedenken, dass die Westküste stärker touristisch erschlossen ist als die Ostküste. Die größten Ferienanlagen findet man von Visby ausgehend im Norden und im Süden.

Das lange und schmale Öland unweit der östlichen Küste eignet sich vor allem für Familien mit kleineren Kindern sowie für Badeurlauber. Am besten lässt sich die Insel mit dem Rad erkunden. Der Camping-Verband SCR empfiehlt auf den beiden Inseln vor allem das Kronocamping Böda Sand auf Öland, Sonjas Camping & Stugor in Löttorp auf Öland sowie das Kneippbyn Resort auf Gotland bei Visby.

Camping in Lappland

Das schwedische Lappland ist eine einzigartige Region. Im Winter liegen die Temperaturen bei  -40 °C während im Sommer das Thermometer schon mal auf +30 °C steigen kann. Lappland ist eine urige und magische Wildnis, die Heimat der Samen, Europas einziger Urbevölkerung, sowie Land des Nordlichts und der Mitternachtssonne. Laut SCR zählen die Anlagen Byske Havsbad in Skellefteå, das Pite Havsbad in Piteå sowie das Ansia Resort in Lycksele zu den schönsten Camping-Plätzen in Lappland.

Das schwedische Binnenland

Das schwedische Binnenland erstreckt sich von Halland beziehungsweise Göteborg im Süden bis nach Lappland im Norden. Es bietet vor allem viele Wälder, Seen und urige Städte und Dörfer. Das Gustavsviks Resort Örebro sowie die Anlage Årjäng Camping & Stugor Sommarvik und der Kronocamping Lidköping am See Vättern sind laut SCR besonders empfehlenswert.

Småland

Småland (übersetzt „kleines Land“) ist eine Provinz in Südschweden, bestehend aus den Bezirken Jonköping, Kalmar und Kronoberg sowie Teilen von Östergötlands und Hallands län. Småland dürfte für viele Besucher der Inbegriff von Schweden sein mit den weitläufigen Landschaften, der östlichen, teils zerklüfteten Küstenlandschaft samt Inseln, der unzähligen Seen und den kleinen roten Holzhäusern mit den weißen Fenstern. Die Region eignet sich vor allem für Outdoor-Fans – egal ob radfahren, wandern, angeln oder auf einem der zahlreichen Gewässern paddeln – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Als Highlight gilt in der Region laut SCR das Västervik Resort Lysingsbadet.

Wild campen in Schweden

In Schweden gibt es das sogenannte Jedermannsrecht. Dieses erlaubt das Zelten in der freien Natur. Aber: Wildes Campen ist nur mit einem Zelt und auch nur für eine Nacht erlaubt. Zudem darf man sein Zelt nicht in Sichtweite eines bewohnten Hauses aufschlagen – es sei denn, man hat die Erlaubnis des Eigentümers. Auch landwirtschaftlich genutzte Flächen, Schonungen oder bestimmte Gegenden in Nationalparks sind tabu für Wild-Camper.

Zudem gilt: Im Sommer sind wegen Waldbrandgefahr Lagerfeuer verboten. Dass man seinen Müll mitnimmt, sollte selbstverständlich sein. Generell sollte man beim Wild Camping den Grundsatz beachten: Nicht stören und nichts zerstören.

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